Die Gesundheitsministerkonferenz hat einstimmig beschlossen:
Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder nehmen den Bericht der AOLG/AG Psychiatrie "Psychiatrie in Deutschland – Strukturen, Leistungen, Perspektiven" zur Kenntnis und danken für die ausführliche Darstellung der gegenwärtigen psychiatrischen Versorgungssituation.
Sie stellen fest, dass die psychiatrischen Versorgungsstrukturen in Deutschland inzwischen – bei länderspezifischen Besonderheiten – ein hohes Niveau und eine hohe Effizienz erreicht haben, die in vielen Bereichen eine moderne psychiatrische Versorgung gewährleisten.
Dennoch ist es bis heute nicht gelungen, die Stigmatisierung psychisch kranker Menschen aufzuheben. Diese gesellschaftliche Aufgabe der Entstigmatisierung kann von der Psychiatrie allein nicht bewältigt werden, sondern bedarf weiterhin großer Anstrengungen aller gesellschaftlich relevanten Kräfte. In diesen Prozess sind auch Angehörige, Psychiatrie-Erfahrene und Selbsthilfeorganisationen einzubinden.
Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren sehen im Erhalt und in der Wiederherstellung seelischer Gesundheit ein zentrales Anliegen der deutschen Gesundheitspolitik und unterstützen ausdrücklich diesbezügliche Aktivitäten. Die Analyse der gegenwärtigen Strukturen und die Handlungsempfehlungen im Bericht der AOLG/AG Psychiatrie gibt hierzu eine wichtige Orientierungshilfe. Es lassen sich daraus Vorschläge und Strategien zur strukturellen Weiterentwicklung ableiten. Dies gilt insbesondere für
Deshalb empfehlen die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren, die Weiterentwicklung des psychiatrischen Versorgungssystems an den Handlungsempfehlungen des Berichts auszurichten.
Sie beauftragen die AOLG/AG Psychiatrie, bis 2008 der GMK einen Vorschlag zu unterbreiten, welche Schwerpunktthemen in dem nächsten Bericht mit welcher Fragestellung bearbeitet werden sollen. Weiter soll ein Vorschlag zu einem reduzierten Datensatz erarbeitet werden.
Anlagen: